Aktuell: Reisen in (un)sicheren Zeiten

von Jochen Elias (Kommentare: 0)

Katastrophen, Terror, Streiks – muss man sich Sorgen machen, wenn man verreist? Oder ist alles nur halb so wild? Wir haben einige Fakten für dich zusammengestellt.

Zunächst solltest du prüfen, ob für dein Reiseziel eine sog. Reisewarnung ausgesprochen wurde. Das österreichische Aussenministerium unterscheidet sechs Sicherheitsstufen: Die erste Stufe bedeutet, dass in diesem Land ein „Guter, mit Österreich vergleichbarer Sicherheitsstandard“ herrscht. Die sechste Stufe steht für kriegsähnliche Zustände; vor einer Reise in solche Länder wird gewarnt.

Wie kommen diese Einschätzungen zustande? Eine Reisewarnung wird nicht einfach „am Schreibtisch" formuliert. Botschaften, Geheimdienste und Polizei sammeln Informationen und verarbeiten diese zu einem aktuellen Lagebild. Falls notwendig wird dann eine Reisewarnung herausgegeben. Üblicherweise findet man diese Information auf der Website des Aussenministeriums des eigenen Landes. Als österreichischer Staatsbürger solltest du also auf der Website http://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reisewarnungen/ nachsehen.

Reisewarnungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Am besten, du besprichst deine Bedenken mit deinem Reiseveranstalter. Große Reiseveranstalter haben in jeder Destination MitarbeiterInnen, die vor Ort leben und arbeiten. Diese Repräsentanten kennen das Land wie ihre Westentasche. Sie wissen also, ob es sicher ist und ob du deine Reise unbesorgt antreten kannst.

Reiseveranstalter müssen die Sicherheit ihrer Gäste sehr ernst nehmen. Sollte es nämlich zu einem Zwischenfall – z. B. Katastrophen, Terror, Streiks etc. – kommen, ist der Reiseveranstalter für den sicheren Rücktransport „seiner“ Gäste verantwortlich. Da er für dich verantwortlich ist, wird er dich nicht wohin schicken wo es für dich gefährlich werden könnte.

Als Individualtourist ist man in Krisenfällen allerdings auf sich gestellt. Das österreichische Aussenministerium hat eine Website eingerichtet, auf der du dich vor einer Auslandsreise registrieren kannst. Im Krisenfall wissen die österreichischen Behörden, wo du dich aufhältst und können dich mit Informationen für eine sichere Heimreise versorgen bzw. dich unterstützen. Über eine eigene App erhältst du im Fall des Falles wertvolle Informationen auf dein Smartphone. http://www.reiseregistrierung.at

Hier unser Fazit:
Als Reiseprofis wissen wir, dass die Dinge aus der Ferne manchmal schlimmer aussehen, als sie in Wirklichkeit sind. Deshalb informieren wir uns vor Reiseantritt bei verschiedenen Quellen über die Lage. Unsere wichtigste Informationsquelle ist dabei der Reiseveranstalter bzw. das Reisebüro. Wenn sie grünes Licht geben, darf man sich darauf verlassen. Trotzdem beachten wir die Reisewarnungen des Aussenministeriums. Das ist bei selbst organisierten Reisen besonders wichtig.

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